In Kooperation mit der Bürgerinitiative haben wir im Januar zwei Führungen durch den Zimmi für die Nachbarschaft am Eli-Marcus-Weg angeboten. In den Pausen gab es Verpflegung mit selbst gebackenem Kuchen und warmen Getränken.
Ein ausgebildeter Forstwirt führte die Gruppen durch das Wäldchen und stand für fachkundige Erläuterungen und Antworten auf die Fragen der Teilnehmer*innen zur Verfügung. Er erläuterte den Wert des Waldes für das Mikroklima, als Biotop für Pflanzen und Tiere, für den Immissionsschutz und als Erholungsort. Eine Ausgleichsmaßnahme, z.B. das Anpflanzen junger Bäumchen an anderer Stelle, könnte den Wert des Zimmi nicht ersetzen. Auch als Maßnahme gegen den Klimawandel würde es nicht helfen, alte Bäume zu fällen und neue Bäume zu pflanzen, die erst in Jahrzehnten groß genug wären, um wieder eine vergleichbare Menge CO2 zu speichern.
Ein besonderer Fokus der Führung lag darauf, dass die von der Firma Stroetmann kahlgeschlagene Fläche, neben dem für jedermensch ersichtlichen Wert der noch stehenden alten Bäume, auch sehr wertvoll ist, weil sie Arten beherbergt, welche in der Sukzession ganz am Anfang stehen, weil sie beispielsweise viel Licht brauchen. Ein kahlgeschlagener Wald ist keinesfalls ein Grund, eine Waldfläche zu endwidmen, um daraus Bauland zu machen.
Ein weiteres Thema war die Frage, was man hätte tun können, um den Kahlschlag zu verhindern. Die Erfahrung zeigt, dass die formal vorgesehenen Wege, die einem auch in einem forstwirtschaftlichen Studium vermittelt werden, wirkungslos waren. Am Tag der Fällungen wurde ab früh morgens versucht, den zuständigen Stadtförster zu kontaktieren, der hätte einschreiten und den Kahlschlag stoppen können. Doch bis dieser spät am Tag auf die zahlreichen Anrufe reagierte, waren die Bäume längst gefällt. Wirksamer wäre es gewesen, sich den Fällungen selbst in den Weg zu stellen.